Part I: The Storm Dante: Images Of Survival

 

Tuloy Po or Please Come In  is unmistakably Bulaneño hospitality…

 Tuloy Po

 Even when Bulan is  under water brought about by the devastating typhoon Dante last May 1-2.

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 But who will come in, what kind of guests when pupils are on vacation and  who will dare when it is flooded?

 

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 They are the guests- evacuees; children from Managanaga fleeing from high waters that swallowed their bamboo huts,

spending the night of heavy rains awake,  fearful and anxious about their situation.

Storm Dante shows no mercy as it pounded Bulan with strong winds and heavy rains overnight.

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The classrooms are  still closed and so they find their first refuge under the staircase;

children and even a baby are wet, shivering from cold- and hunger.

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Young Bulaneños- pretty girls and handsome boys- soaked in water, sleepless and hungry.

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We come to their rescue during the first hours in the morning of May 2; nursing and comforting them.

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 As some fathers are  in great stress running and swimming back and forth

 to Managanaga to rescue their other children who are left behind.

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 And this is how it looks by now outside the Bulan North Central School;

more families coming,  taking with them  their most important belongings as the waters continue to rise.

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 Women….

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 whole family…

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 And an old man escorted by his young ones.

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 A pig is precious, too.

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 I am astonished by the gracefulness in their bearing; they retain their dignity and calmness,

as many walk through waters in a meditative posture- which shows that experience

with floods is not extraordinary in the town of Bulan.

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 A boy joining his family somewhere, behind him the man

 in a meditative rhythm opposing the currents.

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 The day when boats are in the streets of Canipaan…

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 and a raft made of banana trunks, in place of cars and tricycles.

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 Meanwhile, these families are now inside a classroom, given towels, hot drinks and biscuits. etc.

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 Children now dry, visibly feeling better -at least for the time being-,

and mothers continue watching over them.

 

P1070979(click this photo to view Part II, or  the whole album)

A shy boy with sadness in his eyes in this dark room

with no electricity and drinking water.

If pictures speak louder than words, then let them be.

 

jun asuncion        

Bulan Observer                                                          ( photos by jun asuncion)

                            

   —-end—-

13 Comments

Filed under Images, Nature, News, Storm Dante, Views and Concern

13 responses to “Part I: The Storm Dante: Images Of Survival

  1. Dora

    Hello Jun and Mila,

    Thank you for capturing these images in Bulan during the height of typhoon Dante and sharing it with us. It showed the fury of nature and its devastating effect. These images proved it all. I’ve never seen this kind of deluge flooding before in Bulan. My sister said, Bulan and the adjacent barrio Sta. Remedios was underwater. Being so faraway, I feel helpless and all I can do was pray and send some help. These kind of images bring us all together and help our kababayan in distress. Jun and Mila, I salute you for your courage and compassion braving the floods and typhoon. You were right in the middle of the most devastating typhoon that hit our town in ages and saw first hand the calamitous effect of typhoon’s fury. Thank you for sharing it with us who are so faraway from our dear town Bulan.

    Thank you and God Bless you.

  2. Faustina Guzman and Eric Guzman

    Hi Mila and Jun,

    I’m here with mom in Wisconsin, USA. Mom and dad arrived here last week. We have been reading some of your articles and poems this evening. Mom has enjoyed reading the poems as well as the articles. Thank you for writing the articles as it is very informative way to keep in touch with those in the Philippines and the situation of the people there. God bless.

    Eric and Mom

  3. Hello Auntie Tianang and Eric,

    A pleasant surprise from both of you! I’m happy that you’re all together now in Wisconsin and that the flight went well.

    It’s also nice to know that we now have readers from Wisconsin! The things that we write are focused on the themes concerning my town Bulan but with time we hope young writers will join us and write about other things than problems- like more poetry and literature, music and the arts, travels or short stories.

    Nice to have you and keep in touch. You are also invited to write anything of general interest.

    Hoping to hear more from you, Eric.
    My best regards to your dad and your sisters.

    jun asuncion

  4. Pingback: | CodexHumano | Spendenaktion für die Phillipinen |

    • An CodexHumano

      Danke sehr für die interessante Kurzgeschichte über Deine Kindheitserfahrung in Bulan-insbsondere die mit den Überschwemmungen in unserem Fischerdorf und für Dein Spendeaktion für die Opfer des letzten Taifuns Dante. Ich hoffe, dass Du ein gutes Echo aus dem Publikun bekommst.

      Ich habe schon eure Website quasi durchsucht und fand sie als ein wertvoller Versuch, den Menschen ein Platform zu geben wo sie sowohl ihre Gedanken zu unseren wichtigen Zeitfragen äussern zu dürfen als auch Hilfe für Menschen in Not zu organisieren und zu leisten.

      Besonders interessant ist diese Europäische-Asiatische Verbindung welche uns zeigt, dass dies immer noch möglich ist und dass die Welt zwingend Brückenbauer braucht damit wir uns alle verstehen und gegenseitig schätzen.

      Einwöhner Bulans würden sich sicher freuen, wenn ihre kleine, bis jetzt unbekannte Gemeinde die Aufmerksamkeit einiger Europäer erreichen. So ein schönes Fischerdorf mit freundlichen Menschen verdient bestimmt auch seine Anerkennung, und wer weiss, vielleicht von abenteuer-lustigen Deutschen in nahen Zukunft besucht zu werden. Mit dem momentan sich im Bau befindlichen Bulan Airport wird die Reise von Manila sicher nicht mehr voller Strapazen sein.

      Für weitere Fragen bezüglich eures Spendeaktion, stehen wir euch gerne zur Verfügung.

      Ich freue mich auf gute Artikeln in ihrer Site.
      Auf Wiederhören!

      jun asuncion
      Bulan Observer

  5. Der Tropensturm Ondoy: Hilfe für die Menschen in Manila

    Die ganze Welt war Zeuge wie der Tropensturm Ketsana oder “Ondoy” die ganze Stadtteile Manilas im Hochwasser versinken liess, Erdrutsche und Dammbruch kamen noch hinzu. Familien wurden innerhalb von Minuten auseinander gerissen, Haüser veschwanden unter dem Wasser samt Menschen zum Teil and viele waren ertrunken bei der Flucht.

    Diese Bilder aus Manila, vor allem aus der Stadt Marikina riefen meine Erinnerungen von dem Sturm Dante im letzten Mai, der unser Dorf auch heimgesucht hat, wach. Bilder der Verwüstung und Leiden überall soweit das Auge reicht, all hätten wir nicht genug von diesen im Alltag.

    Aber diesmal ist es die Gewalt der Natur, mehr kann man dagegen wirklich nicht viel machen. Man hört überall, die Natur räche sich gegen die Menschen diesmal für seinen zerstörerischen Umgang mit ihr.

    Es ist die Rede von globaler Erderwärmung verursacht hauptsächlich durch die Menschen, die Verschmutzung der Seen und Meere, die Abholzung der Wälder, die Verstopfung der Erde mit Abfälle jeglicher Art kommen noch hinzu.

    Im angesichts unserer Hilflosigkeit, wir sagen einfach, dass das der Lauf der Welt sei. Es stimmt schon, denn es ist nur bis zum gewissen Grad, dass wir die Verschmutzung der Erde kontrollieren können. Mehr nicht.

    Ich denke, der Lauf der Zivilisationsentwicklung und des uns zu wichtig Fortschritts führt in Endeffekt auch zu unserer Zerstörung wie wir es in der Geschichte beobachten können. Der Preis des Wohlstands ist teuer.

    Wie dem auch sei, unsere Pflicht besteht darin weiterhin für unsere Mitmenschen in Not einzusetzen, Leben zu retten und das Leiden zu lindern. Auch im angesichts unserer Verzweiflung und Hilflosigkeit, wir wollen einfach etwas tun und nicht untätig sein und vor allem nach vorne zu schauen und auf eine bessere Zeit zu hoffen.

    Das Leben geht einfach weiter! Das gehört auch zu dem Lauf der Dinge.

    Das ist auch schön so. Zu diesem Zweck möge Hilfe- in welcher Form auch immer- zu unseren Menschen in Not in Manila fliessen.

    jun asuncion

    • Tropensturm Ondoy als erzählt von Mila Asuncion

      -Wenn es sein muss-

      Camping auf dem Dach? Es mag wohl lustig klingen, aber nicht wenn das Haus 10 Meter unter dem Wasser steht. Es ging alles schnell. Wo meine Schwester vor einer Stunde noch in ihrem Bett gelegen hat um nach getaner Arbeit den wohlverdienten Schlaf zu geniessen versucht um wieder fit für den nächsten Arbeitstag aufzustehen. Aber vor einer Woche: die Natur raubte ihr diese Ruhe. Innerhalb einer Stunde liess der Sturm Ketsana – “Ondoy” wie er in unserer Sprache Tagalog heisst – ihr Heim in Provident Village, Marikina City versinken.

      Mit Hilfe von einem Schiffskapitän in der Nachbarschaft, der seine Ferien eigentlich auf dem trockenen Land mit seiner Familie verbringen wollte, konnten sich meine Schwester und ihr Sohn retten und zwar über die Notausgangstreppen vom Nachbarhaus, welche die Retter in der Not (schwimmend) geschafft haben zusammen zu verbinden. Nun hiess es für alle hoch auf das Dach! Nur das Nötigste mitnehmen – Trinkwasser und was zu essen, alles in Eiltempo, Die Strömung war sehr stark und riss einfach alles mit, kleine Häuser, Autos – und noch schlimmer, Kinder und älteren Menschen oder andere Helfer die der Naturgewalt trotzen wollten um Andere zu retten.

      Schnell waren die Katastrophen-Helfer der Regierung und die Marine vor Ort mit ihren Gummibooten. Als vor ein paar Jahren meine Schwester endlich ihr Haus kaufen konnte, ahnte sie nicht, dass einmal statt Motorräder, Jeepneys und Autos, Gummibooten der Marines und sogar des U.S. Navy Seals über ihrem Kopf- und über diesem Haus! – kommen würden. Einfach unvorstellbar, aber die Realität sprengt das menschliche Vorstellungsvermögen; ihr ist einfach keine Grenze gesetzt.

      In wenigen Augenblicken verlor meine Schwester alles, was sie in ihrem Leben aufgebaut hat. Ein Schicksal, das alle anderen teilten. Geteiltes Leid, halbes Leid? Nicht wirklich, denn viele gingen selber mit ihren Häusern in die Tiefe- und habe ihr Leben verloren. Wie kann meine Schwester das alles in diesem höllischen Tag gedanklich und gefühlsmässig einordnen? Zu tiefst schockiert war sie auch wie alle andere Familien, die im Wirrwarr des Geschehens auseinander gerissen oder getrennt wurden. Ihren Sohn hat sie aus dem Augen verloren, nach dem die Retter Frauen, Männer und Kinder von einander trennten. In diesem Moment verlor alles was sie sonst materiell verloren hat an Bedeutung. Wichtig war vor allem ihren Sohn wieder zu sehen, bei ihm zu sein in dieser Stunde der Zerstörung.

      “Wir Leben noch, Gott sei Dank!”, war ihre – und für uns alle die einzige wichtige – Botschaft, als wir sie- nach mehreren Stunden des Bangens um ihr Schicksal und der Unsicherheit – endlich auf dem Mobiltelefon erreichen konnten. “Wir sind wieder zusammen, alles ist wohlauf, macht euch keine Sorgen!”

      Alles wohlauf, keine Sorgen machen? Für mich und meine Familie hier in Zürich waren die Wörter meiner Schwester auch fast unmöglich einzuordnen. Eine Frau mit ihrem Sohn schwimmend über Marikina City beruhigt uns und teilte uns mit – gerade hier in Zürich, wo alles in bester Ordnung ist- keine Sorge zu machen.

      Aber wie jeder andere hier in Zürich, wir haben auch unsere täglichen Sorgen: Hohe Krankenkassenprämien, Schweinegrippe, Rechnungen aller Art die unseren Briefkasten monatlich regelrecht überschwimmen. Im Nachhinein, lieber diese Briefkastenüberschwemmung als Wasser bis zum Dach. Wie wir jetzt alle wissen, in diesem Moment – und zwar nur eine Woche nach dem Sturm Ketsana – fegt wieder der neue Sturm Pepeng über den Philippinen, und bringt neue Verwüstungen!

      Aber das alles hat auch an seine Bedeutung verloren. Hauptsache meine Schwester und mein Neffe leben. Jetzt, da das Leben doch weiter geht, sind wir noch mehr motiviert, ihr bei ihrem Existenzaufbau zur Seite zu stehen – und auch mit zu schwimmen, wenn es sein muss!

      • An die Deutschlesenden

        Die ganze Sache mit Spendenaktionen läuft in Zürich immer noch auf Hochtouren.

        Am 10. Dezember 2009- also im nächsten Monat- veranstalten wir ein klassisches Klavierkonzert in Zürich mit Unterstützung von der Hirslanden Klinik, der Glückskette und der SCC-Taskforce Asia.

        Wir hoffen und zählen auf die Hilfe von Sponsoren sowie auf zahlreiche Gäste in diesem Konzertabend.

        Privat organisieren und sammeln wir auch Pakete zu diesem Zweck. Diese werden wir an ausgesuchten Direktbetroffenen der vergangenens Taifuns in Manila verfrachten.

        Spenden für Bulan werden hingegen in Form für Schulmaterialien (Bücher, Computers, usw.) für eine Volkschule im Laufe des nächsten Jahres von Bulan Observer organisiert, diesmal aber ohne die Beteiligung von anderen Gesellschaften sondern nur durch Freiwilligen und Spendewilligen Mitarbeiter von Bulan Observer. Es werden auch Benifizkonzerte, usw. veranstaltet allerdings nur noch im kleinen Rahmen dessen Zweck die Unterstützung sorgfältig ausgesuchte und überprüfte kleine gemeinde Projekte(vor allem schulische) sei.

        Vielen herzlichen Dank für allfällige Rückmeldungen seitens der Leser in Zürich und in Deutschland.

        jun asuncion

  6. PIO-Bulan

    SUPERTYPHOON PEPENG SPARES BULAN; BULANENO VOLUNTEERISM SURFACES ONCE MORE

    Bulan, Sorsogon, October 3, 2009, PIO-BULAN: Bulanenos heaved a very deep sigh of relief, and offered prayers of thanksgiving to God, after the Municipal Disaster Coordinating Council officially declared, in its October 2, 3:00 PM Advisory that the dangers and risks posed by Supertyphoon Pepeng to the town of Bulan is over. The Supertyphoon, packing winds of between 185-230 KPH, is on its way to the northern part of the Philippines on a west-northwest track as forecast by PAG-ASA. The MDCC Action Officer, Luis De Castro, however, appealed to the public to continue praying for other Filipinos who might be affected by the storm and that they too be spared of this calamity.

    Supertyphoon Pepeng endangers the Philippines once more a week after Tropical Storm Ondoy, on September 28-29, brought death, devastation and havoc to hundreds of thousands of Filipinos in Metro Manila. Hundreds died and many more were missing from the floodwaters as high as ten meters, due to the record high volumes of rain by this malevolent weather. As of this writing, rescue, relief and rehabilitation efforts are still on-going in Manila. Not a single family in Bulan is without a relative in Manila.

    When news from PAG-ASA and from the Internet about Pepeng was received by the Office of the Municipal Mayor, Mayor Helen De Castro, Chairman of the MDCC, immediately called, on Wednesday, September 30, an emergency meeting of all members of the MDCC and other stakeholders to put into action and implementation the Municipal Disaster Risk-Reduction Plan.

    By evening of October 1, Sorsogon Province was placed under Public Storm Signal No.1, and by then, the Bulan MDCC and all the BDCCs were already activated. Other parts of the Bicol Region were ready, and so were all other Philippine regions. Great were the lessons learned from the tragic experience of Storm Ondoy.

    In the whole town of Bulan, residents were properly informed, hand-outs on readiness were distributed, operation capabilities checked and re-checked by local authorities. All the four radio stations played very responsible roles in the public information. In flood-prone barangays like Managa-naga, Obrero, San Vicente, barangay officials prepared rafts from recycled ice chests or styrofores. Managa-naga Barangay Chairman said they also prepared a kilometer-long rope for their residents in case flood waters rise.

    The spirit of Bayanihan and volunteerism once more came to the fore as several groups and organizations came to help the MDCC in monitoring , in the voluntary and pre-emptive evacuation of citizens in hazard areas, and in the relief operations in evacuation centers.

    Groups like USWAG-Bulan, TOFY, Kabalikat-CIVICOM, BANWA, MAGIC 5, BEAT, and the Bulan Rescue Team were all in hand to do varied roles necessary for the safety of the citzenry

    During the storm, 14 houses were partially destroyed by storm surges in Barangay JP Laurel. There were also 56 families or 188 persons attended to by MSWDO/RHU personnel and by the volunteers. The Bulan Integrated Terminal became a refuge center for 125 stranded passengers bound for Masbate and Ticao Island. Hot meals were given to them while they are staying at the terminal. Sadly, one passenger from Palanas , Masbate died of a heart attack upon arrival at the terminal. He was attended to by the Bulan PNP.

    Fortunately, there were no reports of damage to public infrastructure. Farmers were also thankful that there was only minor damage to crops , especially that this is now the palay-harvest season in Bulan.

    The MDCC, thru the Municipal Mayor and the Municipal Action Officer, extended thanks to all those who, in one way or another, did their share in making sure that the Bulan community was safe.

    BULAN INTEGRATED TERMINAL RECEIVES PRAISES FROM STRANDED PASSENGERS

    Bulan, Sorsogon, October 3, 2009 – Several passengers, before boarding their tricycles that will bring them to the Bulan Pier today, extended thanks and praises to the Local Government Unit of Bulan and the Bulan Terminal personnel, for the attention and care given to them while staying here at the local government facility at the height of typhoon Pepeng.

    Yesterday, a total of 125 passengers bound for Masbate and Ticao Island were stranded at the Terminal, Of these, 54 were males, 54 females and 17 children.

    The MSWDO gave out hot meals for dinner yesterday and another breakfast pack this morning to all the passengers before they left for their trip to Masbate, after Typhoon Signal No. 1 was lifted by PAG-ASA.

    These were sad moments however for the family of one of the passengers, a 60-year old male resident of Palanas town in Masbate, who died of a heart attack, 20 minutes after debarking from the MegaBus, due to fear brought about by announcements on the typhoon. He was immediately attended to by terminal personnel and the PNP..

    According to Terminal Manager Ruel Gimao, the Bulan Integrated Terminal, since it started operation, has always been a holding center to hundreds of Masbate passengers, everytime the Coast Guard suspends inter-island vessel trips to and from Masbate and Ticao or Northern Samar.

    Gimao said that many passengers texted him after reaching their destination in Masbate and Ticao thanking local authorities for attending to them while staying at the Terminal. They say that they felt safer at the new facility unlike before that they were exposed to many elements in private terminals in the Poblacion.

    THE Local Government Unit has in the past purchased several beddings and utensils to be used especially by children and old people stranded at the Terminal. A holding room has also been especially furbished for use by these passengers. The Terminal Manager reported that in many instances in the past months, they have already helped several persons with mental illnesses, and who were on their own when they arrived at the Terminal. These people were properly referred to the police and health and social welfare authorities.

    • To Mayor Helen De Castro:

      In response to the death incidence in Bulan Terminal just recently, I commend the actions you and your team have undertaken. It shows that in Bulan life is valued, that we care to all who come and go in Bulan.

      We express our deepest sympathy and condolences to the bereaved family.

      I now suggest strongly that a small yet functional medical clinic should be integrated in Bulan Integrated Bus Terminal. It should be financed partly by the revenues collected by the Bus terminal. There is enough space for such a small clinic.

      Its function is to guarantee basic medical security for all the travelers and to be able to respond quickly on the spot to emergency cases like heart attack, circulatory collapse, nervous breakdown, diabetes-related problems (hypo-/hyperglycemia) and physical injuries. A wheelchair and a stretcher should be in place- and most importantly medical personnel and trained first-aiders.

      I suggest that you acquire one of these automatic cardio defibrillators available today which is affordable enough and easy to operate with little training.

      This death incidence in Fabrica is a sad news. However, we must expect more such emergency situations to happen in Fabrica because people are exposed to mental and physical stressors when they travel long distances plus factors like bad weather conditions(typhoons, flood) broken roads and bridges, bad news, etc. And we will have more and more travellers coming to or passing our town Bulan in the future.

      We are not in control of everything that life brings with it, but a medical clinic in Fabrica is a realistic project that we can control.

      I thank you for considering my suggestion. I know that you always take my word seriously.

      Respectfully Yours,

      jun asuncion

      Bulan Observer

  7. PIO-Bulan

    Dear Jun,

    Good afternoon. Am here at the office. It is a Sunday. Thank God, Typhoon Pepeng spared us. I sent you some news.

    I hope you already visited our website, http://www.bulan.com.ph. I am glad we already have visitors from other countries.

    Tonyboy

  8. To Tonyboy,

    I’m happy for updating us on the typhoons and that Bulan was spared this time. But it’s not over yet so the MDCC and the people of Bulan must gather their strength together and prepare for the eventual looping back of typhoon Pepeng as a new one typhoon Melor with the local name “Quedan” is expected to enter the Phippine Area of Responsibility (PAR) this Monday, sucking in typhoon Pepeng. We do hope it will not make a landfall in the Philippines. That’s too much.

    Each barangay in Bulan should be prepared for typhoons and flooding all the time and each barangay should have its own BDCC (Barangay Disaster Coordinating Council) and this will be responsible for the basic security of the barangay- in coordination with the MDCC. Standard equipments of each barangay should be:
    1. Communication tool- official cellular phones, walky-talkies, megaphone
    2. Ropes of different lenghts.
    3. Rafts made of bamboos and other floating materials such as plastics, etc.(recycling technology), wooden boats
    4. Flashlights
    5. Medical kit consisting of very basic first aid materials.

    Each barangay should designate a PRP(panthers running point), preferably an elevated place where people and the BDCC members know where to gather during the first few minutes of a calamity to confer and decide their operation.

    My little suggestions- and the things I would do if I were a barangay captain!

    ———

    Yes, I’ve visited the bulan website already and I think I was the first to sign your guestbook. I’ve read all entries and found very good useful materials.

    What it lacks because of its format- which is composed mainly of static pages- is the dialogue function and the simplicity of design and freedom that we enjoy here in Bulan Observer. But I’ll be using the Bulan website quite a lot. So please continue supplying us with first-hand information from Bulan. The barangays profile is an interesting feature because now we know a little bit more of each barangay. I hope more materials would come and more people involving themselves.

    jun asuncion

  9. Zum Thema Heimat und Rückkehr und Sinn des Lebens

    Hier ist der erste Teil eines Berichts von einer Kollegin Anita Röllin die im letzten November nach Sri Lanka gereist war um in Sarvodaya International ein halbes Jahr Frewillige-Arbeit zu leisten.

    Es ist interessant immer wieder zu beobachten, dass die Themen Heimat, Rücker, Würzeln und Entwicklungshilfe jeden einzelnen von uns der im Ausland lebt beschäftigen.

    Folgen wir Frau Röllin’s Alltag mit in Sri Lanka als freiwillige Helferin die aber im Grunde auf der Suche ist nach ihrer Vergangenheit, Identität und dem Sinn des Lebens.- jun asuncion

    Teil 1:

    von Cumuduni Anita Röllin

    Wie konnte es auch anders sein, ohne einige Spezialeinlagen bereits auf der Hinreise zu haben, gehts nicht. Aufgrund schweizerischem Lebewohlschnee und Turbulenzen hatte mein Flug 3Stunden Verspätung, so dass ich in Dubai quer durch den Flughafen sprinntete um den Flug nach Colombo noch knapp zu erreichen.

    Obwohl ich bei solchen Lebensabschnitten jeweils aufhöre zu rauchen, so habe ich mich doch auf eine der übriggebliebenen Winston Silver in Dubai gefreut. Tja, stattdessen habe ich mich mit Sprinnten körperlich betätigt bei den Arabern.

    Bereits im Flug hatte ich interessante Diskussionen. Von Zürich bis Dubai mit schweizerischen Tamilenflüchtlinge und auf dem Flug von Dubai nach Colombo hatte ich gute Unterhaltung eines Singhalesen, welcher für eine Tee-Exportfirma Colombo/England arbeitet und Schriftsteller ist.

    In Colombo am Zoll musste ich bereits draufzahlen, da der Spassvogel mir mein Visum nicht abkaufen wollte. Kenne ich alles schon und hab mich darauf vorbereitet.

    Ziemlich k.o. quetschte ich mich am Flughafen Colombo durch all diese aufdringlichen Koffertrager, welche in wiederholenden Salven einem anschreien und für einige Ruppies unbedingt beim Tragen helfen wollen. Natürlich gab ich mein Gepäck nicht aus den Händen und zahlte auch keine Ruppies!

    38-Grad Tropenhitze kam mir beim Verlassen des Flughafengebäudes entgegen. Mein Lieblingsklima.

    Glücklich darüber, dass mein Driver geduldig auf mich gewartet hat (Warten können die Singhalesen gut, im Vergleich zum Pünktlichsein!),kletterte ich in seinen Bus und konnte es selbst kaum glauben endlich wieder hier zu sein. Zurückzusein und durch die staubigen, chaotischen mit Militär überbewachten Strassen von Colombo gefahren zu werden.

    Aufgrund des Marathons der letzen Zeit, wie Stress; die Wohnung zu räumen und zu reinigen, Gepäck einzulagern, Abschied zu nehmen von Freunden, Familie und Arbeit, des Dauererkältet zu sein und mich irgendwie auf das Kommende versuchen vorzubereiten etc. war ich dementsprechend “fit” und fiel trotz hin-und hergeworfen zu werden durch die Fahrtricks meines Drivers und der holprigen Strassen in einen Tiefschlaf mit intensiven Träumen. Ich irritierte meinen Driver sehr damit, als ich ihn immerwieder in Schweizerdeutsch und Englisch abwechselnd vollquasselte im Schlaf (wie ja Einige von Euch wissen, kann ich nicht mal im Schlaf die Klappe halten). Zwischendurch gabs ne Tambili (King-Coconut), welche mich kurz aufweckte.

    Da der Verkehr wiedereinmal superchaotisch war, dauerte auch die Fahrt nach Moratuwa ins Headquater der Sarvodaya ausgesprochen lange.

    Endlich angekommen im Headquater so begrüsste mich schon Aunty Neetha Arijaratne (die Ehefrau des Gründers der Sarvodaya und Gründerin der Sozialprojekte der Sarvodaya, aufgrund ihres Namens ich Anita heisse und sie wie eine Mutter und Lehrerin bereits in früheren Zeiten für mich war)mit Tränen in den Augen. Und kurz darauf Dr. Ad Arijaratne (Gründer der Organisation /haptsächlich politisch tätig für Friedensarbeit und Aufbau) selbst, welcher gleich witzelte, dass die psychisch Kranken der Schweiz wohl froh darüber seien mich endlich los zu haben. Sie teilten mir mit, dass ich zuerst schlafen gehen soll und zum Abendessen bei ihnen eingeladen sei.

    Es war ein “Riesenhallo” in der Cantine und der Suwaseetha (Kinder-Orphanage)und ebenso klingelte mein Handy mit Anrufen von Freunden von hier. Nur kurz traf ich mich mit Vinura, einem Kollegen von hier um den legendären Willkommens-Arrak (Palmschnaps) zu geniessen. Danach meldete mich erst mal für 5Stunden ab, genoss die Dusche von der 5Strahl-Rinnsal-Brause. Schon wieder fiel ich erneut in einen Tiefschlaf in meinem bezogenen Räumchen, während Grillgezirrpe und Singsang eines Mönches vom Tempel in der Nähe durch die Hitze klang.

    Die Wahlen sind vorüber mit einigen wenigen Ausschreitungen. Rajapakse wurde erneut gewählt was kritisch von Arijaratnes angeschaut wurde, da er sehr viel Macht aktuell besitzt und ein Diktator ist.

    Bereits bin ich bis zum heutigen Tag einigen massiveren Komplikationen unterzogen, welche jedoch hoffentlich bald zu lösen sind…

    Falls sie zu complex würden, werde ich mich sicherlich melden betreffs dieser.

    Zum aktuellen Plan:
    Diverse Projekte wurden mit mir besprochen:

    1. Projekt: medizinische Notfall-Versorgung von Soldaten und Zivilisten im Kriegsgebiet Vavunja und Jaffna mit der Sarvodaya-Disaster-Medical-Group.

    2. Projekt: In Kindercamps für medizinische Grundversorgung in Baticaloa, Ratmalana, sowie Trincomalee

    3. Projekt: Traumaarbeit mit sexuell missbrauchten Mädchen.

    4. Projekt: Hilfsschwestern anlehren für Infusion, Verbandswechsel und Injektionen.

    5. Projekt: Beratung und Betreuung Angehöriger von psychisch kranken Jugendlichen in Gampaha

    6. Und natürlich die Grundversorgung der Suwaseetha-Waisenkinder (dort war ich kurz nach meiner Geburt mit meiner Amma untergekommen) und der Tsunamikinder unterstützen

    Aktuell bin ich täglich dran mit diversen Besprechungen mit der Disaster-Medical-Group. Mit ihnen zu planen und zu besprechen, was natürlich nicht wie in der Schweiz vor sich geht und mein harziges Sinhala noch mehr ins Holpern bringt🙂

    Wies aussieht werde ich in nächster Zeit noch im Südwesten verbringen bei Arbeit im Headquater, des Teenagemotherhomes(missbrauchte Mädchen), Ratmalana (Kindercamp), der Suwaseetha, was mir mehr als nur sehr recht ist.

    Frühmorgens um 6.00-7.00Uhr mache ich jeweils Meditation mit Aunty Neetha, danach gehe ich Kinder füttern, waschen und medizinisch-pflegerisch versorgen.

    Soeben muss ich gleich mit 3Kinder, welche nichts mehr hören seit einem Bombenattentat ins Borella-Kinderhospital in Colombo.

    Einiges zu tun… Aber was soweit Sinn macht! In kurzen Freizeiten welche ich zwischendurch habe, höre ich den Affen zu, welche über die Dächer rasen und dem Grillgezirrpe, Vogelsingen und kämpfe gegen die Mosquitos an bei tägl. 30-40Grad.

    Heute Abend werde ich den Tempel besuchen und bin bei Uncle Cyril eingeladen(Polizeichef, welcher meine Amma fand. Morgen treffe ich mich voraussichtlich mit Amma, zu der ich, aufgrund dass ich immernoch nicht in der Familie bekannt bin, durch eine Drittperson jeweils Kontakt aufnehmen muss).

    Bis auf Weiteres…

    Die von mosquitoverstochene, angekommene Cumuduni/ Anita

    PS:

    Meine permanente Adresse hier ist:

    Werde nur kurze Zeit jeweils hier sein. Dies ist jedoch der Stützpunkt an den ich immer wieder zurückkommen werde, zwischen den jeweiligen Einsätzen:

    Cumuduni Anita Roellin

    Sarvodaya International Division

    Sarvodaya Head Office

    98 Rawatawatte Road

    Moratuwa

    Sri Lanka
    ———

    Teil 2.

    Matale
    von Cumudunita

    Ayubowan
    Seit knapp einer Woche arbeite ich in Matale, nördlich von Kandy/dem Zentrum Sri Lankas und letzte ehemalige Königstadt, in einem Soldatenkriegsspital. Es ist ein Kriegsspital, welches nach dem “offiziellen” Kriegsende, am 17. Mai 2009, aufgebaut wurde und aktuell sind knapp 80 singhalesische Soldaten hier einquartiert. Die Ortschaft Matale ist die nächste, ist jedoch 20Min. Autofahrt entfernt von uns. Es ist hier noch heisser als aktuell an der Westküste Sri Lankas. Somit ungefähr 40Grad und die Mosquitos haben weiterhin so ihre Freude an uns allen. Die Hitze macht mir nicht gross zu schaffen, mein Körper hat dies immer schon besser ertragen als z.B. die Kälte. Doch ich habe eine Schürze zu tragen und ne Haube(sehe sehr seriös darin aus:-))unter deren es ca. 5Grad heisser ist als sowieso schon!
    Die Mosquitos, auch Schlangen sind und werden nie meine Gleichgültigkeit erzielen. Des Nachts ists etwas unheimlich hier.
    Täglich, jeweils auch nächtlich, operieren und pflegen wir diese Soldaten, welche vom Krieg stark gekennzeichnet sind… Oftmals sind wir auch zu spät dran…

    Viele Verletzte wurden nur provisorisch behandelt und oftmals nicht unter genügend hygienischen Umständen im Krieg, worauf Spätfolgen entstanden, welche wir nicht mehr beheben können. Immer wieder kommen weitere Verletzte dazu, welche durch die aktuelle Minensuche verletzt worden sind.
    Unser Team besteht aus ein paar Ärzten und Pflegenden. Einige kannte ich, mit welchen ich teilweise schon in Tsunamizeiten gearbeitet habe, oder im Kindercamp. Einige lerne ich bei diesem Einsatz nun kennen.
    Es sind auch einige Kommandanten hier und der Umgang ist teilweise ziemlich grob und ziemlich männlich.

    Ein Freund von mir, hat mir einen Internetstick besorgt, so dass ich sogar hier draussen in der Pampa Internetkontakt habe, was ich immer wieder schätze. Jedoch haben wir hier ab und zu keinen Strom, so dass es oftmals stockdunkel ist, ausser am Feuer, welches wir in der Nacht entfachen. Zum arbeiten ists jedoch ziemlich mühsam im Dunkeln. Seit ich hier bin, hatten wir bereits 2Nächte kein Licht. Dunkel wird es kurz nach 6.30pm.
    Die Arbeit und alles Zusätzliche ist ziemlich intensiv, doch ich mache es gerne. Es gibt keine Arbeits- Freizeitregelung und immer viel zu tun. Deshalb ists für mich wichtig zu merken, nicht immer ganz einfach, wann ich mich zurückziehen muss. Teezeiten jedoch, gibts auch hier in diesem Lager immer.

    Wenn ich sehr müde bin, lege ich Pausen ein, in denen ich in einen Tiefschlaf falle, schreibe, einen frischen Ceylontee trinke, oder einen Arrak, die Daily mirror lese, mit den Einen oder Andern von Euch maile oder skype, mich über anderes unterhalte mit meinen Mitarbeiter, Soldaten oder den Kommandeuren, meditiere, um das Camp spaziere..

    Wie jedes Mal, wenn ich in mein Heimatland zurück komme, nun zum etlichsten Mal wieder, empfinde ich eine grosse innere Freude, obwohl die Tatsachen des Lebens hier manchmal grässlich sind. Es ist ein Nachhausekommen jedes Mal. Ich gehöre hier hin, wie auch in die westliche Welt und schätze das sehr. Leider ists nicht gleich um die Ecke…

    Es gibt für mich kein Besser oder Schlechter, denn beide Welten tragen Vor-und Nachteile in sich. Sri Lanka war für mich immer meine Heimat und die Schweiz mein “Dahei”. Ich empfinde anders, tiefer, wenn ich zurück nach Sri Lanka komme oder in die Schweiz, als wenn ich, wie des Öftern, andere Länder bereise.
    Zu meiner Familie gehören meine Familie in der Schweiz und meine Familie hier in Sri Lanka. Doch es ist schön nahe Freunde an beiden Orten zu haben. Ich bin ehrlich gesagt auch stolz auf all das.

    Ich denke, dass jeder Mensch, immer irgendwie weiterkommt. Auch wenn er dies nicht immer wahrnimmt oder sich nicht immer bewusst dafür einsetzt oder kann. Manchmal brauchen gewisse Dinge im Leben mehr Zeit, manchmal weniger. Was für mich jedoch nicht bedeutet, nicht aktiv zu sein.

    Es ist so, dass ich Tatsachen gerne in die Augen schaue. Deswegen auch Einiges kritisch hinterfrage hier und in der westlichen Welt. Es gelingt mir hier gut, es nicht gleich zu werten oder über Positives zu stellen. Sinnvolles ist mir immer schon wichtig gewesen und mein Wissen und Basics vertiefen sich soeben wieder. Ich lerne viel.
    Seit einigen Jahren sehe ich mich als Findende, nicht mehr als Suchende. Die Suche damals ca. 10 Jahre mal aktiver, mal passiver, nach meiner leiblichen Familie in Sri Lanka hat im Jahre 2008 das Ziel erreicht. Vieles meiner Geschichte hat sich bestätigt und ich erfahre seither noch viel von meiner Familie hier. Vieles ist auch sehr schwer und traurig, was ich den Umständen entsprechend bisher noch gefasst tragen konnte. Es ist wie ein Puzzle, welches sich vervollständigt. Es ist wunderbar, dass ich nun vermehrt Zeit mit meiner Amma verbringen kann. Jede Minute, welche wir zusammen verbringen ist kostbar für uns, oftmals auch schmerzhaft.

    Als ich damals 15 Jahre alt war, habe ich mir notiert, egal ob ich meine leibliche Familie kenne oder nicht, möchte ich bevor ich 30-ig bin, längere Zeit in Sri Lanka verbringen. Mittlerweile war ich einige Male hier, teilweise einige Monate. Als dann von der Sarvodaya letztes Jahr erneut die Anfrage kam, stimmte ich zu und bin überzeugt davon, dass es richtig ist hier zu sein.
    Seit ich hier bin, ist jeder Tag wie im Flug vorüber gegangen..

    Sodali. Nun werde ich meine Papayas, Mangos, Ananas, welche mir ein Freund bei der Durchreise so liebenswürdig vorbeibrachte, essen und dann noch einige blutverdünner Injektionen spritzen und weiterschaun was bei den Soldaten sonst noch anfällt. Es ist schlimm wie Kriege Menschen prägen und verändern…
    Trotz der schwierigen Lebensumstände von ihnen sind sie sehr dankbar und unterhaltsam und trotz des vielen Elends und den prägenden Kriegsgeschichten haben sie ihren Humor nicht verloren. Das Soziale, die verbale und non-verbale Kommunikation hat generell in Sri Lanka einen hohen Stellenwert.

    Ich grüsse Euch aus der Hitze hier.
    Subha anagatiyak wewa/ eine gute Zukunft, Cumudunita
    ———–

    Teil 3.

    Pojaday

    Ja, es ist NICHT so, dass nur der Wille zählt, damit man Alles erreichen kann, was man möchte.

    Wir sind abhängig von den äusseren Strukturen, welche je nach Land, Politik, materiellem Wohlstand und Kultur unterschiedlich sind..
    Hier hat man verschiedene Optionen, aber die äusseren Strukturen des politischen Systems hier sind enger. Sobald man diese kennt, kann man sich innerhalb dieser äusseren Strukturen frei bewegen. Die sozialen Strukturen (wie Kommunikation, Aufrichtigkeit, Unterstützung, Verbundenheit) erlebe ich als sehr positiv hier. Ich bin viel im Austausch mit meinen Mitmenschen hier. Ihnen und umgekehrt mir, ist es wichtig wie der andere empfindet in diesem Hier. Das Soziale, die verbale und non-verbale Kommunikation ist hier in Sri Lanka sehr wichtig und wird gepflegt. Es wird sehr offen miteinander umgegangen. Dies unterstützt mich sehr auch schwierige Momente besser auszuhalten.

    Die Arbeit, welche ich hier mache zwingt mich, mich immer wieder auseinander zu setzen, da sie sehr konfrontiert durch die Tatsachen, welche oft einfach unfair und grausam sind. Die Verletzungen der Soldaten sind massiv und auch grässlich und benötigen komplexe Behandlungen. Ich darf betreffs einiger Dinge, welche hier vorgefallen sind und geschehen nicht den Mund aufmachen aufgrund der Auswirkung auf das System und auch aus Selbstschutz.
    Ich arbeite in einer Organisation von Vielen, welche vom Staat bisher kaum unterstützt wurde, da dieser sehr in den Krieg und ins Militär investierte. Was wohl für Einige und deren Ansicht hier wichtig ist, um dem Terror ein Ende zu setzen..So geht es auch vielen anderen Organisationen, wie auch Spitäler, Heime etc. in Sri Lanka. Diese wunderschöne Tropeninsel Sri Lanka ist in einem grossen Umbruch und es ist unklar wie der neue Diktator mit dem ganzen Chaos vorgehen wird. Viele hoffen, dass nun nach dem Sieg gegen die Tamiltigers mehr Investition der Regierung besteht für Arme, Verletzte, Kinder, Kranke etc..

    Aktuell sind erneute Wahlen und deswegen oft wieder ziemlichen Radau unter dem Volk..

    Bei einer Kontrolle ist mir der Schweizerpass weggenommen worden. Als ich ihn einmal vergass steckten sie mich ins Gefängnis zur Befragung, wenn ich mich damit ausweise nehmen sie in mir weg. Mit dem Sri lankischen Pass komme ich ebenfalls nirgens hin. Sie kontrollieren aktuell alle Menschen hier. Bis heute sind nicht alle Bewohner der Insel registriert. Meine Familie ist es auch erst seit dem 2008. Eine Singhalesin mit einem Schweizerpass ist der Regierung ein Dorn im Auge. Die Schweiz hat vielen Tamiltiger-Anhänger Arbeit und Niederlassung ermöglicht. Das wissen hier fast alle. Dann spreche ich ein gebrochenes Singhalesisch was ebenfalls diesbezüglich nicht nur von Vorteil ist, da viele Tamilen der Tiger-Organisation zur Deckung ihre Papiere und Namen fälschten und sich nicht als das ausgaben was sie waren. Arijartnes, die Chefs der Sarvodaya, teilten mir mit, dass ich mir nicht allzu grosse Sorgen machen solle. Sie würden sich auch für mich einsetzen falls es Probleme gäbe. Ich bin froh darum, gute Kontakte hier zu haben. Ich hoffe den Pass diese Woche zurück zu erhalten. Die Schweizerbotschaft habe ich darüber informiert. Die kann aktuell nichts unternehmen.

    Ich sehe Amma in ein paar Tagen wieder. Meine Familie hier steckt ebenfalls ziemlich im Schlammassel. Aktuell kann ich nur bedingt Unterstützung geben, was mich etwas traurig macht.

    Viele Dinge kommen hier ans Licht, welche oftmals schwer zu verdauen sind. Lactose wäre eifacher:-)
    Dinge kommen ans Licht wenn sie ans Licht kommen müssen. Auch wenn es wohl manchmal angenehmer wäre wegzuschauen, tue ich das nicht. Nicht in diesem Leben. Wenn ich anfange zu verdrängen, würde ich mir selbst fremdgehen.

    Die Tatsachen sind oft intensiv und ich brauche Zeit sie zu verarbeiten. Auffallend für mich ist, wie sehr ich mich hier einlassen kann. In der Schweiz wäre ich bei so einer geballten Ladung von Komplikationen, dieser ganzen Komplexität bereits davongelaufen, wäre krank geworden oder bräuchte Ferien(dagegen habe ich jedoch aktuell auch nichts einzuwenden und nehme mir bald eine Auszeit).
    Aushalten/Ruhe bewahren hat viele Vorteile. Die Dinge sehen oft anders aus, als die Wahrnehmung es zuerst auffasste, Vieles ändert sich ohne grossen Energienverschleiss, Wesentliches geht nicht unter, Negentropie überwiegt die Entropie(lg an Walter :-)) Klarheit…
    Aushalten oder auch Ruhe bewahren ist etwas sehr Aktives und ist verbunden mit Konzentration und Fokussion. Es steht mir gut🙂

    Ich freue mich auf Pojaday. Das ist jeden Monat an Vollmond und ist ein Festtag und Nacht mit Perahera-Umzüge/ geschmückte Elefanten und Trommeln, Feuerspiele und Kandydancer. Die Singhalesen zelebrieren dies monatlich, da Buddha damals im Mai in der Pojanacht/Vollmondnacht/ Vesaak ins Nirvana überging. Ich habe dieses Fest in meiner Vergangenheit schon einige Male miterlebt und geniesse diese Tradition jedes Mal. Somit werde ich dann nicht arbeiten gehn.

    Habe im Anhang noch die Cumuduni-Blume mitgesendet. Als ich damals vor einigen Jahren auf erneuter Suche nach meiner leiblichen Familie hier war und Vieles gescheitert ist, habe ich “wenigstens” erfahren, nach welcher Blume mich meine Mutter “getauft” hat:
    Cumuduni ist eine weisse Wasserlilie, welche hier als heilig gilt und nur vor den buddhistischen Tempeln hier im Tropenklima wächst. Zudem öffnet sie nur in der Nacht die Blüten. Des Tages schliesst sie diese jeweils spätestens um 10Uhr morgens wieder bis zur erneuten Abenddämmerung.

    Es ist mir bewusst, dass ich ein anderes Leben zur Zeit führe als noch ein paar Monate zuvor. Mir war auch zuvor bewusst, dass sich hier viel für mich verändern wird.
    Bin mit Herz und Kopf hier und ich mache weiter…

    Cumudunita

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